Hallo, lieber Mensch,
plötzlich krank zu werden, stellt das Leben ganz schön auf den Kopf, vor allem, wenn die Krankheit bleibt. Eine chronische Erkrankung bringt große Herausforderungen mit sich und verändert Vieles: den Alltag, Beziehungen und oft auch das eigene Selbstbild. Was dabei häufig übersehen wird, ist die Einsamkeit, die sich mit der Zeit einschleichen kann. Sie entsteht langsam und leise und ist trotzdem real und äußerst schmerzhaft.
Aus Erfahrung weiß ich, dass sich aufgrund einer chronischen Erkrankung Freundschaften verändern, das soziale Leben ruhiger wird und es sich mitunter so anfühlen kann, als wäre man ganz alleine auf der Welt. Kennst du das auch?
Mit diesem Beitrag möchte ich dir ein paar Gedanken und Impulse mitgeben, wie du besser mit diesem Zustand umgehen kannst.
Ich zeige dir, was du tun kannst, um dich – trotz deiner Krankheit – weniger isoliert zu fühlen und wieder Verbindung zu anderen, aber auch zu dir selbst, herzustellen.
1. Einsamkeit durch Krankheit – 7 mögliche Ursachen
Während viele Menschen wissen, dass Einsamkeit krank machen kann, kommt die Tatsache, dass es auch umgekehrt sein kann, in der öffentlichen Diskussion kaum vor. Menschen können auch aufgrund von chronischen oder schweren Erkrankungen einsam werden!
Menschen, die zuvor sozial gut integriert waren, einem Beruf nachgegangen sind, Familie und Freunde hatten, können sich aufgrund ihrer Krankheit immer stärker isoliert fühlen.
Die Ursachen dafür sind vielfältig und es ist wichtig für dich, sie zu verstehen ist, um der Einsamkeit entgegen wirken zu können.
Die häufigsten Gründe, die mir in meiner Arbeit begegnen (und die ich zum Teil auch selbst erlebt habe) sind:
1. Für andere geht das Leben normal weiter
Während du zu Hause bleiben musst, gehen die Menschen rund um dich weiterhin zur Arbeit, treffen sich, planen Urlaube. Das ist sehr schmerzhaft, v.a., weil du ja auch spürst, dass dein Leben gerade eine andere Richtung nimmt. Der Anfangspunkt deiner Einsamkeitsgefühle ist wie ein Schock: Das Leben im Außen dreht sich weiter, während für dich plötzlich alles stillsteht.
Du kannst nicht mehr mithalten und verlierst innerhalb kurzer Zeit den Bezug zu deiner bisherigen Wirklichkeit. Das ist bitter und löst Unbehagen aus. Zudem kann sich ein erstes Gefühl des Abgetrenntseins bemerkbar machen: „Ich gehöre nicht mehr dazu.“ Das tut unheimlich weh, weil du zwar weiterhin dazugehören möchtest, aber merkst, dass es nicht mehr geht.
2. Andere fühlen sich überfordert von deinem Zustand
Nachdem du selbst gezwungen bist, in Stille und Rückzug zu verharren, beginnst du zu spüren, wie sich auch dein Umfeld verändert. Manche Menschen bleiben dir nah, andere ziehen sich nach und nach zurück.
- Vielleicht, weil sie nicht wissen, was sie sagen sollen.
- Vielleicht, weil deine Krankheit sie an ihre eigene Vergänglichkeit und Verletzlichkeit erinnert.
- Vielleicht, weil sie mit Krankheit und Leid generell nur schwer umgehen können.
- Vielleicht, weil du ihnen ihre eigene Hilflosigkeit und inneren Ängste so deutlich widerspiegelst.
Wenn du merkst, dass die Verbindung zu anderen plötzlich brüchig wird, kann das deine Einsamkeitsgefühle noch verstärken. Nicht, weil du niemanden mehr hast, sondern weil dir klar wird, dass nichts mehr so ist wie vorher. Jetzt bist du vermutlich bereits sehr verzweifelt und niedergeschlagen. Zu spüren, dass du dieselben Menschen noch liebst, sie dir aber nicht mehr so nahe sind wie früher, ist schwer zu ertragen.
3. Du bist gekündigt worden oder schon in Pension
Wenn sich Menschen aus deinem Leben zurückziehen, verändert sich dein Alltag immer offensichtlicher. Während du versuchst, die neue Stille auszuhalten, kommt oft noch etwas anderes hinzu: der Verlust von Aufgaben, Routinen und Rollen, die dir früher Halt gegeben haben.
Gerade der Arbeitsplatz oder die tägliche Struktur sind für viele ein wichtiger Ort des sozialen Miteinanders. Fällt das auch noch weg, etwa durch eine Kündigung infolge deiner langen Erkrankung, kann sich die Einsamkeit noch weiter vertiefen. Du bist nun immer weniger unter Menschen und verlierst immer mehr von deinem bisherigen Lebensgefühl und deiner erwachsenen Identität.
Das ist eine besonders schmerzhafte Erfahrung, ein klarer Einschnitt im sozialen und inneren Erleben. Dieser Verlust von Alltag, Struktur und Zugehörigkeit kann dich völlig lähmen. Was ganz besonders gefährlich dabei ist: zu deiner körperlicher Erkrankung kann jetzt eine weitere traurige Komponente dazukommen, nämlich eine seelische Erkrankung.
Wenn du in dieser Phase keine ausreichende Unterstützung bekommst, kann deine jetzige Situation mehr und mehr Spuren in der Psyche hinterlassen.
Hier ein ganz wichtiger Tipp von mir:
Gerade jetzt ist es wichtig, dass du dich selbst nicht zusätzlich verurteilst, sondern dir mit Mitgefühl begegnest. Du bist ohnehin geschwächt genug und hast gerade immens viel zu bewältigen. Es ist normal, wenn auch deine Psyche und Seele Leid davon tragen und auf deinen Schmerz und großen Verlust reagieren.
4. Du selbst veränderst dich und bist zu schwach für regelmäßige soziale Kontakte
Je länger deine Krankheit andauert, desto deutlicher spürst du vielleicht, dass sich nicht nur dein Umfeld und dein Alltag verändert haben, sondern auch du selbst.
Du nimmst wahr, wie geschwächt und empfindlich dein Körper geworden ist und zugleich, wie sich dein inneres Erleben verändert: wie du dich selbst siehst, was dir möglich erscheint und wie viel Kraft du noch für Begegnungen aufbringen kannst.
Jeder Anruf, jedes Treffen, selbst ein kleiner Ausflug können mittlerweile zu viel sein. Du musst dich immer mehr zurückziehen, nicht aus persönlicher Wahl, sondern aus körperlicher und seelischer Notwendigkeit.
Die Krankheit bestimmt nun deinen Alltag vollkommen und setzt dir ganz deutliche Grenzen. Mit ihnen schwindet die soziale Anbindung mehr und manchmal auch unaufhaltsam.
5. Du bist alleinstehend und hast keine Familie bzw. Freunde
Jetzt kann es sein, dass niemand mehr da ist. Nicht, weil du etwas falsch gemacht hast, sondern weil dein Leben sich so stark verändert hat, dass viele Beziehungen auf natürliche Weise verloren gegangen sind.
Wenn du schon vor deiner Erkrankung alleinstehend warst oder kaum Familie und Freundschaften hattest, dann kann sich das Leben als chronisch krank und allein besonders hart und endgültig anfühlen. Du wirst unbarmherzig an dein fehlendes soziales Netz erinnert und daran, wie sehr Nähe, Vertrautheit und einfache Alltagskontakte fehlen.
Die Einsamkeit ist jetzt besonders spürbar. Sie nagt leise, aber stetig in deinem Inneren, zerrt an deiner Kraft und deinem Lebensmut. In solchen Momenten können tarurige Gedanken und Fragen auftauchen wie: „Wofür lohnt es sich eigentlich noch zu leben?“
Krank UND einsam zu sein ist tatsächlich eine der qualvollsten menschlichen Empfindungen. Und leider sind in unserer Gesellschaft so viele Menschen davon betroffen.
6. Du hast den Kontakt zu dir selber verloren
Wenn die Einsamkeit lange anhält, beginnt sie, sich immer weiter in dein Inneres auszudehnen.
Zuerst spürst du vielleicht nur die Stille um dich herum, irgendwann aber beherrscht sie dein gesamtes Erleben: dein Denken, dein Fühlen, dein Glauben.
Auf die äußere Leere folgt als innere Bedrohung die Angst, dich selbst gänzlich zu verlieren.
Du merkst, dass du dich immer weniger spürst, kaum noch weißt, was dir gut tut, oder was du brauchst. Du bist nicht mehr in der Lage, deine Bedürfnisse wahrzunehmen oder auszudrücken, geschweige denn, dir adäquate Hilfe zu holen.
Genau hier beginnt eine andere Form der Einsamkeit: die, die zwischen dir und dir selbst entsteht.
Sie ist besonders heimtückisch, weil sie dir langsam die Lebensenergie raubt, die du doch so dringend für deine Heilung brauchst. Und sie nimmt dir fast gänzlich die Fähigkeit, dein Abgetrenntsein – das von der Außenwelt und nun auch von dir selbst – wieder zu überwinden.
7. Du hast von klein auf gelernt, dass du dich und deine Bedürfnisse nicht zeigen und äußern darfst
Manchmal liegt die Ursache für diese innere Entfremdung tiefer, als es auf den ersten Blick scheint.
Sie hat nicht nur mit deiner Erkrankung oder den äußeren Umständen zu tun, sondern oft auch mit alten Erfahrungen und inneren Mustern, die sich schon früh in dein Innerstes eingebrannt haben. Vielleicht gab es in dir schon lange vor deiner Krankheit ein Gefühl, nicht wirklich gesehen oder gehört zu werden?
Wenn du in deiner Kindheit gelernt hast, dich anzupassen, dich zurückzunehmen oder deine Bedürfnisse zu verbergen, dann kann es sein, dass genau diese alten Muster jetzt, wo du krank bist, wieder auftauchen und dich stärker beeinflussen als je zuvor.
Nun, da du die häufigsten Ursachen für Einsamkeit durch Krankheit kennst, möchte ich dich ein Stück weiter begleiten.
Im nächsten Abschnitt geht es darum, wie du behutsam wieder Verbindung zu dir selbst und zu anderen finden kannst.
2. Ein möglicher Weg aus deiner Einsamkeit – drei Impulse zum Veranschaulichen
Diese drei Motive zeigen den inneren Prozess, der auf vielen Wegen aus der Einsamkeit spürbar wird:
• das liebevolle Hinwenden zu sich selbst,
• das Wachsen und Vertrauen, dass Neues entstehen darf und kann,
• und das Wiederfinden von Nähe, Vertrauen und Gemeinschaft.
Jedes Bild steht für eine Phase auf diesem Weg und für die Hoffnung, dass Heilung möglich ist.
3. Was kannst du tun gegen Einsamkeit durch chronische Erkrankung?
Wenn du begreifst, warum Einsamkeit im Zusammenhang mit einer chronischen Erkrankung entsteht, kannst du langsam beginnen, etwas daran zu verändern.
Meiner Meinung nach will Einsamkeit nicht bekämpft, sondern verstanden werden. Sie ist oft ein Ausdruck von Schmerz, Sehnsucht und dem tiefen Bedürfnis nach Nähe zu anderen, aber (und das wissen leider nicht viele Menschen) vor allem zu dir selbst! Ich empfehle dir daher auch, genau hier, bei dir selbst, anzufangen, wenn du deine jetzige Situation verbessern möchtest.
Die folgenden Impulse möchten dich dabei unterstützen, wieder Verbindung nach außen hin, aber insbesondere nach innen, herzustellen. Denn dort liegt dein Schlüssel raus aus der Isolation:
Nur wenn du bei dir beginnst und dir selbst zur besten Freundin, zum besten Freund wirst, löst sich das Gefühl des Alleinseins allmählich auf. Du hast dich (wieder) gefunden und damit den Grundstein gelegt, dass sich dein inneres Erleben auch im Außen widerspiegelt.
Wenn du dich in dir geborgen und gesehen fühlst, wird das Leben beginnen, dir neue Formen von Nähe zu zeigen. Wer weiß, vielleicht schickt es dir sogar Begegnungen, die du heute noch nicht erwartest?
• Annehmen – ohne Wertung, ohne Kritik, ohne Selbstmitleid, aber mit viel Mitgefühl
Deine Krankheit und die daraus entstehende Einsamkeit anzunehmen, bedeutet nicht, sie gutzuheißen. Es heißt, ehrlich wahrzunehmen, wie es dir gerade geht ohne dich dafür zu verurteilen.
Mitgefühl mit dir selbst ist der erste Schritt, um inneren Halt zu finden. Solange du jedoch noch gegen Krankheit und Einsamkeit ankämpfst, mit ihnen haderst oder sie ablehnst, besteht die Gefahr, dass sich deine Beschwerden verstärken. Das klingt auf den ersten Blick paradox, ist aber bei näherem Hinsehen gut nachvollziehbar: Wenn dein Fokus ständig auf dem liegt, was du nicht willst, fließt all deine Energie genau dorthin (zum Negativen). Damit bleibt keine Kraft mehr für das, was dich stärkt: deinen Heilungsweg, kleine Fortschritte, Augenblicke der Freude. So entsteht leicht ein Kreislauf, der dich zusätzlich erschöpft und „runter“ zieht.
Versuche daher, anzunehmen, was ist, und richte deine Aufmerksamkeit bewusst auf das, was dir gut tut: auf jeden noch so kleinen Fortschritt, auf Momente der Erleichterung oder der Freude, auf das, was trotz allem in dir lebendig geblieben ist seit deiner Erkrankung.
• Start mit einfachen Körperübungen – zur Stärkung und als erste Hinwendung zu dir selbst
Sanfte Bewegung hilft dir, deinen Körper wieder als Verbündeten zu spüren.
Kleine, achtsame Übungen, wie ein kurzer Spaziergang, einige sanfte Dehnübungen oder eine leichte kunsttherapeutische Tanzeinheit, bringen dich zurück ins Fühlen.
Schon wenige Minuten täglich sind ein liebevoller Ausdruck von Selbstfürsorge, Selbstliebe und Selbstannahme. Indem du deinem Körper wieder etwas zumutest, zeigst du ihm nicht nur Vertrauen, sondern auch Respekt. Du gibst ihm zu verstehen: „Ich nehme dich wahr. Ich glaube an dich.“ Gerade nach einer langen Krankheitsphase ist das bedeutsam, wenn du Zweifel an deiner eigenen körperlichen Kraft entwickelt hast.
Vielleicht möchtest du deinem Körper nach diesen kleinen Bewegungsmomenten noch etwas Gutes tun? Ihm danken? Ihn verwöhnen?
Er wird sich freuen über eine Selbstmassage, eine warme Dusche oder eine Tasse Tee. Gib ihm einfach das, wonach ihm gerade ist. So schenkst du dir selbst Zuwendung und stärkst zugleich die Verbindung zu deinem Körper. Denn: Du tust nun wieder etwas für ihn und mit ihm und stellst damit einen ersten zarten Kontakt zu dir selbst her. Das ist – neben dem bewussten Fokus auf das Positive – ein weiterer Schritt heraus aus der Isolation.
Mit jedem liebevollen Moment und jeder freundlichen Geste, die du dir selbst gibst, wirst du gestärkt, und deine Selbstheilungskräfte können sich aktivieren.
• Beginn mit kreativen Tätigkeiten – der Kontakt zu dir selbst wird tiefer, emotionaler, ehrlicher und inniger
Malen, Schreiben, Tanzen oder andere kreative Ausdrucksformen können dir helfen, das Unsichtbare in dir sichtbar zu machen. Was gibt es in dir, das vielleicht schon lange darauf wartet, gehört, gesehen und gefühlt zu werden?
Kreativität ist wie ein stilles Gespräch mit deinem Innersten. Du musst dich dabei nicht verstellen, sondern darfst einfach beobachten, was aus dir heraus kommen möchte. Ohne Druck, ohne Erwartungen und frei von jeder Bewertung kann sich im künstlerischen Tun dein wahres Wesen (oder auch die Essenz deiner Krankheit!) zeigen. All seine Gefühle, Bedürfnisse und Sehnsüchte können sichtbar werden. Das ist heilsam, weil du dich selbst dabei wieder spürst.
Nach einer langen Zeit von Krankheit oder Einsamkeit fühlst du dich – bei regelmäßiger kreativer Betätigung – bald wieder hoffnungsvoller, energiegeladener und in Kontakt mit deiner Seele.
Vielleicht möchtest du gleich loslegen? In meinen Übungen für daheim findest du viele kleine Ideen, die dein Inneres zum Leuchten bringen ✨.
• Glaubenssätze überprüfen, erlernte Regeln hinterfragen, Bedürfnisse formulieren lernen – mentale Klarheit erreichen
Viele unserer inneren Barrieren stammen aus alten Mustern, unbewussten Überzeugungen und erlernten Einstellungen und Regeln. Wenn du beginnst, deine Gedanken und Glaubenssätze zu beobachten, erkennst du, welche dich schwächen und welche dich künftig stärken können.
In meinem Artikel „Was sind Glaubenssätze, und wie beeinflussen sie unser Leben?“ erkläre ich ausführlich, was Glaubenssätze eigentlich sind, wie sie entstehen, und warum sie dir unbewusst das Leben schwer machen können.
Mentale Klarheit zu entwickeln hilft dir, inneren Raum für Neues zu schaffen und Altes, Überholtes loszulassen. All das, was dir nicht mehr dient, darf aus deinem Kopf verschwinden.
Übrigens: Durch das bewusste Beobachten deiner Gedanken, inneren Dialoge und ungeschriebenen Regeln bekommst du ein klares Bild davon, was du wirklich über dich selbst denkst.
Ist es etwas Liebevolles, Wohlwollendes und Annehmendes?
Oder eher etwas Ablehnendes, Entwertendes, Trennendes?
Diese Erkenntnis ist ein weiterer wichtiger Schritt hin zu innerer Verbindung. Nur, wenn du auch die wahren mentalen Ursachen für dein Befinden verstehst, bist du in der Lage dich nachhaltig zu verändern.
• Soziale Kontakte erkennen lernen – sanftes Nach-außen-Gehen im eigenen Tempo
Nun hast du bereits einige wichtige Impulse erhalten, wie du in dir selbst Verbundenheit herstellen kannst. Vielleicht spürst du sogar schon, dass sich – allein durch die Hinwendung zu dir selbst – deine Einsamkeitsgefühle etwas gelöst haben. Das ist wunderbar und bildet eine gute Basis, nun vorsichtig auch wieder nach außen zu blicken.
Verbundenheit entsteht oft dort, wo wir sie am wenigsten erwarten. Vielleicht gibt es Menschen in deinem Umfeld, die längst da sind oder nie ganz weg waren. Vielleicht hast du sie aus Scham, Erschöpfung oder innerem Rückzug nicht (mehr) wahrgenommen? Ein kurzer Gruß, eine kleine Nachricht oder ein stilles Lächeln können der Anfang sein, diese Menschen wieder bewusst in dein Leben einzuladen.
Vielleicht bist du innerlich jetzt auch schon bereit, dich ganz neuen Begegnungen zu öffnen. Ein Schritt hinaus aus der sozialen Isolation kann auch darin bestehen, professionelle Unterstützung anzunehmen. Eine heilsame Therapie, ein mitfühlendes Coaching, einfach der Kontakt mit empathischen, geschulten Menschen, kann dir helfen, innere Blockaden und Barrieren zur Außenwelt leichter aufzulösen.
Wenn du dir therapeutische Begleitung wünschst, wirf gerne einen Blick auf mein Angebot. Es ist auf dich und deine Bedürfnisse abgestimmt und bietet dir im wechselraum einen sicheren Rahmen für erste Schritte nach außen.
Falls du lieber von zu Hause aus beginnen möchtest: Ich biete auch Online-Unterstützung an. Das ist bestimmt eine gute Option, wenn du dich im sozialen Kontakt noch etwas zurückhalten möchtest.
• Ein Heilsames Tagebuch führen – neue Verbindungen bewahren
Als letzten Impuls möchte ich dir eine besondere Routine ans Herz legen: das heilsame Tagebuchschreiben.
Schreiben hilft dir, innere Prozesse bewusst wahrzunehmen und deine Entwicklung Blatt für Blatt zu begleiten. Ein Tagebuch kann dabei zu deinem sicheren Ort werden, ein Platz, an dem du dich täglich selbst wiederfindest und deine Fortschritte erkennst.
Ein von mir speziell entwickeltes Tagebuch ist das sogenannte Heilsame Tagebuch. Du findest es in verschiedenen Ausführungen in meinem kunstraum als pdf zum Downloaden oder zukünftig auch als Printversion zum Bestellen über Amazon.
Mein Heilsames Tagebuch enthält klare, therapeutisch fundierte Anleitungen, die dir helfen, den Zugang zu dir selbst zu vertiefen und die innere Verbindung dauerhaft zu stabilisieren.
Durch das regelmäßige Arbeiten mit diesem besonderen Tagebuch stellst du sicher, dass deine Selbstbeobachtung (auch Introspektion genannt) bestehen bleibt. So bewahrst du dir den Zugang zu deinem innersten Kern und öffnest ihn zugleich immer weiter. Das ist eine hervorragende Basis für Begegnungen mit anderen Menschen.
4. Fazit: Die Heilung von Einsamkeit beginnt bei dir und findet ihren Ausdruck in der Verbindung zu anderen
Einsamkeit, die im Zusammenhang mit einer chronischen Erkrankung entsteht, muss nicht Schwäche bedeuten. Sie kann auch die Chance auf emotionale Heilung und seelische Gesundheit sein. Sie ist eine zutiefst menschliche Erfahrung, die dich an deine Grenzen führen und gleichzeitig zu dir selbst zurückbringen kann.
Vielleicht magst du dich ab heute mitfühlender behandeln? Gnädig und nachsichtig mit selber sein? Das wäre wunderschön, und ich möchte dir das ganz fest ans Herz legen. Hör dir selber zu, spür in dich hinein, nimm wahr, was dein Körper braucht, welche Bedürfnisse deine Seele hat. Betrachte dich freundlicher, mit Güte und Wohlwollen. Mehr braucht es oft gar nicht.
Heilung beginnt dort, wo du dich dir selbst sanft, behutsam und liebevoll zuwendest. Und von dort aus öffnet sich der Weg nach außen zu echter, lebendiger Verbundenheit.
Alles Liebe,
Tamara

